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Samstag, 30. September 2017

Langoustines à la Christiane

Christiane, eine treue Leserin meines Blogs, machte mir bereits im letzten Jahr den Mund wässrig mit einem Rezept für die von mir heissgeliebten Langoustines, die sie während ihres Bretagne-Urlaubs in ihrer Ferienhausküche zubereitet hat. Dieses Jahr bekam ich während ihres erneuten Urlaubs in dieser herrlichen Region gleich frisch und beinahe live Rezept, schöne Fotos und diesen schönen mundwässernden Bericht von ihr geliefert. Dann lassen wir nun Christiane zu Wort kommen:



Liebe Sabine,
wie im letzten Jahr verbringen wir den September wieder in der Bretagne. Leider haben wir kein besonders gutes Wetter, aber bei der ersten Gelegenheit sind wir nach Guilvinec gefahren, um beim Anlanden unserer heißgeliebten Langoustines dabeizusein.  Von der Aussichtsplattform am Hafen hat man einen guten Blick auf die Bucht und die, wie auf einer Perlenschnur aufgereihten, bunten Boote, die nacheinander in den Hafen einlaufen. Leider ist Guilvinec kein Geheimtip mehr, jede Busrundreise, jede Ausflugsfahrt hat Guilvinec nun auf dem Programm. Man muss also recht früh zur Stelle sein, um noch einen guten Platz zu ergattern und die Anzeichen erkennen, wo eines der Boote gleich festmachen wird. 


 
Dann geht alles ganz schnell, die bunten Fischkisten werden über die Reling gereicht und auf kleine Karren geladen, natürlich in erster Linie die Langoustines, aber auch Seeteufel, Barsch, St. Pierre, auch einmal eine Languste und viele andere....... Direkt danach kommt der Fang zur Versteigerung. Auch die kann man mit erleben, leider wie heute üblich nur noch elektronisch. Die Zeiten, wo ein weiß gekleideter Auktionator auf den Fischkisten stand und die Preise aufrief, sind auch hier schon lange Vergangenheit. Rund eine halbe Stunde später ist der Fang bereits im einzigen, am Hafen verbliebenen Fischgeschäft zu kaufen. Frischer geht es wirklich nicht.


 Zum Glück kommen auch in die Supermärkte jeden Abend frische Langoustines. Eine große Supermarktkette unterhält eine eigene Flotte und beliefert so selbst die einzelnen Märkte in der Bretagne. Und so bildet sich jeden Abend eine mehr oder weniger lange Schlange vor der Theke. Wir sind oft genug dabei........ Für zwei gute Esser benötigt man ca. 1Kilo Langoustines Die kommen in unserem Ferienhaus erst einmal für gut eine halbe Stunde in die Gefriertruhe. Während sie dann in Olivenöl in einer heißen Pfanne nach und nach angebraten werden, muß die "Küchenhilfe" die Blättchen von 3-4 Zweigen frischen Estragon abzupfen. Dann läßt man ein großes Stück (Mengenangabe nicht möglich, es ist nach meiner Erfahrung nie groß genug) der köstlichen, gesalzenen, bretonischen Butter in der Pfanne aufschäumen,  gibt den Estragon dazu (Achtung spritzt) fügt die Langoustines dazu und wendet noch einmal kräftig um bis alle Tiere mit der Butter und dem Estragon vermischt sind. Dann kommt die Pfanne auf den Tisch, ein frisches Baguette zum Butter aufsaugen und ein Glas eiskalten Weißwein, gerne einen Muscadet sur Lie. Und dann darf man alles vergessen, was unsere Mütter uns so mühsam über Tischsitten eingetrichtert haben.......

Liebe Christiane, ein herzliches Dankeschön für diesen gelungenen, mundwässernden Bericht und die schönen Fotos. Ich freue mich schon auf euren nächsten Bretagne-Urlaub und vielleicht auch auf dein Rezept für die köstlichen "couteaux de mer" (darf ich hoffen? 😋)

Samstag, 16. September 2017

Pasta mit Zucchini und Salzzitrone

Pasta mit Zucchini und Salzzitronen

Bei Andy entdeckt: klick hier



Noch ist Saison für Zucchini - vielleicht habt ihr ja sogar noch eigene Ernte im Garten. Bei mir war es dieses Jahr leider nichts mit der Zucchini-Schwemme, meine beiden Pflanzen war nicht sehr fleissig und ich musste dazu kaufen. Wobei sich das bei diesem köstlichen Gericht von Andy lohnt. Das hat sooo ausgezeichnet geschmeckt, dass diese Kreation von mir eine unbedingte Nachkoch-Empfehlung bekommt.

ich nehme (leicht abgewandelt) für 2 Personen:

180 g Pasta
300 g junge Zuccini
2 EL Kapern
3 Anchovis-Filets
1 kleine Peperoncino 
8 Cherrytomaten
2 Knoblauchzehen, gehackt
1/4 eingelegte Salzzitrone
1 Handvoll Basilikum, gehackt
60 ml bestes Olivenöl
eine Handvoll Parmesan, frisch gerieben

und los gehts:

Zucchino längs vierteln und fein scheibeln
.
Eine grosse Bratpfanne leer, also ohne Öl, erhitzen und die Zucchinischeiben darin anbraten, bis sie Farbe annehmen, dabei regelmässig wenden. Die Hälfte des Olivenöls, Sardellen, Chili, Kapern, Tomaten und Knoblauch dazugeben und auf starker Hitze braten.

Gleichzeitig die Pasta seeehr al dente kochen, anschliessend abgiessen und das Kochwasser aufbewahren.

Zur Gemüsemischung in die Bratpfanne geben, restliche Zutaten sowie etwas Pastakochwasser daruntermischen, ca. 2 min unter Rühren köcheln lassen.

Abschmecken und mit frisch geriebenem Parmesan servieren.

Donnerstag, 14. September 2017

eingelegte Tomaten

Wie schön, dass es die Rettungstruppe gibt: Nicht nur, dass solche Rettungsaktionen durchaus sinnvoll und wichtig sind, weil sie uns zeigen, wieviel köstlicher und einfacher und schneller es ist, etwas Selbstgemachtes herzustellen und NICHT auf "Fertigfutter" zurückzugreifen, sondern diese Rettungsaktionen holen mich auch immer wieder zurück in die Bloggerwelt und zeigen mir, wieviel Spass bloggen macht! Danke nochmals an Sina und Susi, die diese Aktionen ins Leben gerufen haben und sie betreuen.



Diesmal retten wir sauer eingelegtes Gemüse und Obst, essigsauer und milchsauer (wie z.B. Sauerkraut). Meine Kirschtomaten sind gerade wunderbar reif und aromatisch, daher bietet sich dieses köstliche Rezept für eingelegte Tomaten an:

Quelle: Essen & Trinken 6/2017


ich nehme:

20 Kirschtomaten an der Rispe
1 EL schwarze Pfefferkörner
2 Sternanis
80 g Honig
120 ml Apfelessig
2 frische Lorbeerblätter
1 Knoblauchzehe (ungeschält, mit dem Messerrücken angedrückt)
3 TL Fleur de sel
80 ml Olivenöl

und los gehts:

Tomaten ganz kurz (laaangsam bis 5 zählen) in kochendem Wasser blanchieren, mit einer Schaumkelle herausnehmen und häuten. Den Stielansatz keilförmig herausschneiden, falls nötig. Pfefferkörner und Sternanis im Mörser leicht andrücken (wer keinen Mörser besitzt, nimmt einfach den Rücken eines grossen Kochmessers). Honig in einen Topf geben, mit 150 ml Wasser und dem Apfelessig ablöschen, Lorbeer, Knoblauch, Gewürze zugeben und sanft köcheln lassen.

In ein sterilisiertes Einmachglas geben, mit dem heissen Sud begiessen und mit Olivenöl aufgiessen bis alles bedeckt ist. Sobald alles abgekühlt ist, kann man das Glas im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag weiterverwenden, es hält sich aber sicherlich auch ein paar Tage. Ich habe die eingelegten Tomaten 5 Tage später mit frischen Tomaten zur Pasta mit Tomatensugo vermischt und serviert.




Meine Mitretterinnen und Mitretter werde ich noch schnellstmöglich verlinken, damit ihr euch die Sammlung der Köstlichkeiten, die sich alle einfach und schnell selbermachen lassen, anschauen könnt.

Nachtrag: So, nun schaut euch diese wunderbare Sammlung mal an:



auchwas - Rote Bete scharf und süß sauer Barbaras Spielweise - Zucchini, sauer eingelegt Bonjour Alsace - Eingelegte Tomaten Brittas Kochbuch - Süßsauer eingelegte Radieschen Dynamite Cakes - Knoblauch - in Weißwein eingelegt genial-lecker - eingelegte Radieschen German Abendbrot - Eingelegtes Sommergemüse giftigeblonde - Zucchini mit Knoblauch und Chili magentratzerl - Eingelegte ofengeröstete Kirschtomaten Obers triftt Sahne - Saure Pilze our food creations - ganz klassisch Pane-Bistecca - Sauer eingelegte Kirschtomaten Paprika meets Kardamom - Sauer eingelegtes Gemüse auf türkische Art: Karışık Turşu Prostmahlzeit, die Turbohausfrau - Essigzwetschken Summsis Hobbyküche - Eingelegte Bohnen - süß/sauer

Freitag, 11. August 2017

Fleisch - Fleisch - Fleisch - und ein wunderbarer Fleischbotschafter



Den regelmässigen Lesern meines Blogs dürfte es bekannt sein, ich sage es hier aber nochmals ganz deutlich: Ich mache keinerlei Werbung in meinem Blog und wenn ich, wie gleich anschliessend in diesem Post, meiner Begeisterung deutlich Ausdruck verleihe, dann hat dies nichts damit zu tun, dass es sich dabei eventuell um einen gesponsorten Beitrag handeln könnte, nein, ich habe diesen wunderbaren Abend aus eigener Tasche bezahlt (und es war mir jeden einzelnen Euro wert! Es ist ohnehin bedauerlich, dass man dies als Blogger mittlerweile ausdrücklich betonen muss). 

Otto Gourmet, den Versender von hochwertigem Fleisch gibt es seit über 12 Jahren und ebenso lange bin ich treue Kundin der Otto-Brüder (was diese an höchster Qualität anbieten, kann man hier (klick) nachlesen. 

Seit neuestem bin ich nicht nur treue Kundin sondern auch Fan - ich bin u.a. (oder vielleicht vor allem?) mittlerweile auch Fan von Stefan Schneider, dem Küchenleiter bei Otto Gourmet. Denn dieser verwöhnte uns letzte Woche bei einer Veranstaltung, die sich "Otto@home" nennt. 

Ab 8 Personen kann man einen traumhaften Abend für genussfreudige Fans von hochwertigem Fleisch aus artgerechter Tierhaltung buchen. Der Abend startet mit Craft Bier und Fingerfood. Es ist mein Fest und ich bin kein Fan von Bier, das Bier lasse ich aus! Viel lieber starte ich mit meinem Lieblings-Champagner (klick hier) als Apéritif. Anschliessend serviert uns Stefan Beef Tea, eine wunderbar würzige Knochenbrühe, die er mit Butter aufmixt und in dünnwandigen Thermogläsern serviert. Aromatisch, würzig, perfekt abgestimmt, grandios... soll ich noch weiter?

Doch überhaupt zu Stefan Schneider: Er ist seit fast 5 Jahren bei Otto Gourmet, hat bei Harald Wohlfahrt gelernt, hat im Vendôme mit Joachim Wissler gekocht und ist nun Küchenleiter bei Otto Gourmet. Und darüber berichtet er mir und meinen begeistert zuhörenden Gästen.

Nach diesem köstlichen Auftakt mit Beef Tea serviert er uns 5 unterschiedliche Fleischzuschnitte (Wagyu Ribeye, Bison Ribeye, US Black Angus Ribeye, Irish Hereford Prime Ribeye Dry Aged und Garimori Iberérico Secreto Bellota), garniert mit seinen Zubereitungstipps.




Doch was ist köstlicher?  Die unterschiedlichen, perfekt gegrillten Fleischzuschnitte oder die Erklärungen von Stefan? Wir alle hängen gebannt an seinen Lippen. Er erzählt Geschichten - Fleischgeschichten. Er erzählt Geschichten von Produzenten, von der Aufzucht ... es wundert, dass er nicht noch die einzelnen Tiere beim Namen nennt.  Ein perfekter Fleischbotschafter und auch ein perfekter Botschafter von Otto Gourmet. Wenn ich nicht schon Fan der Produkte der Otto Brüder wäre - ich wäre es spätestens an diesem Abend geworden. So sind es zumindest nun meine Gäste.



Bereits seit letztem Jahr bin ich stolze Besitzerin eines Beefers. Er sieht noch ziemlich neu und kaum benutzt aus, oder? Richtig! Nachdem ich ein besonders gutes, teures Steak vermurkst bzw. das arme Tier zweimal getötet habe, wanderte der auf 800 Grad erhitzbare Beefer in die Garage und wurde erst jetzt wieder ausgepackt. Und erst jetzt habe ich den richtigen, perfekten Umgang damit gelernt. Stefan grillt uns ein Rib-Eye-Steak vom Wagyu-Kobe-Rind, das wie alle von ihm zuvor servierten Stücke einfach nur perfekt im Garzustand, saftig, unglaublich aromatisch, bissfest und doch zart zubereitet ist, ich kann kaum sagen, welches der bisher servierten Stücke mein Favorit ist.




Bereits bei seinem Eintreffen bereitet er direkt einen Tafelspitz für Niedertemperaturgaren vor. Bei uns findet dies im Dampfgarer bei 80 (oder 60 ?) Grad??? statt. Während er in unserer Küche seine Vorbereitungen trifft, weichen Yannick und ich ihm nicht von der Seite, schauen ihm begeistert zu und löchern ihn mit Fragen. Ein aufregendes Erlebnis für mich und unseren Sohn.

Dieser Tafelspitz wird nach dem Tasting der diversen Cuts (wir waren schon fast satt) kurz bei höchster Temperatur auf dem Grill von beiden Seiten gebraten und anschliessend mit Kartoffelstampf, Karotten, Brokkoli mit Nussbutter und grünen Spargeln serviert.

Auch hier wieder der perfekte Fleischgenuss - unglaublich saftig und aromatisch!
Das perfekt gegarte, wunderbar abgeschmeckte Gemüse kommt dabei leider etwas zu kurz und wird - zumindest von mir - erst am nächsten Tag beim Resteessen entsprechend gewürdigt.

Dafür haben dann alle Gäste noch begeistert vom liebevoll vorbereiteten und angerichteten Dessert gekostet (nicht zu vergessen: ab diesem Zeitpunkt wandert Caro in die Küche ab, weicht Stefan nicht von der Seite und lernt von ihm sogar die unkomplizierte Zubereitung eines Karamell). Wir anderen werden dann belohnt mit einer Vanille-Mousse, ummantelt von weisser Schokolade, mit Asche vermischt, um damit den perfekten Anschein von Kieselsteinen auf dem Teller entstehen zu lassen, dazu marinierte Erdbeeren und die Erde dazu: ein dunkler Schokoladen-Crumble (ich hoffe, ich habe das Dessert richtig beschrieben, notfalls bitte korrigieren, lieber Stefan).



Fazit: Ein wundervoller Abend! Eine wunderbare Fleischqualität! Und der beste Fleischbotschafter und Fleischgeschichten-Erzähler Stefan! 
DANKE!
DANKE an meine wunderbaren Gäste und DANKE an den wunderbaren Stefan!

Freitag, 7. Juli 2017

Schon mal gehört von der bistronomischen Tafel?

Restaurant Au Cygne, 35, Grand Rue, 67110 Gundershoffen
Tel. 00 333 88 72 96 43
Sonntagmittag geöffnet, Montag, Donnerstag und Sonntagabend geschlossen
Betriebsferien: 9. bis 31. Juli 2017




Laure und Fabien Mengus haben seit August 2016 das berühmte L'Arnsbourg in Baerenthal übernommen und werden im aktuellen Guide Michelin mit 1 Stern ausgezeichnet. 

Ihre frühere Wirkungsstätte, das Restaurant Le Cygne in Gundershoffen, haben sie dennoch nicht aufgegeben, sondern führen dieses mit einem neuen modernen Konzept weiter, eben Bistronomie - Cuisine Bistronomique. Es werden delikat raffinierte Gerichte der Bistronomie-Küche à la carte oder als Menu angeboten, mittags gibt es ein preislich sehr interessantes Angebot, was dann auch gerne für einen Business-Lunch genutzt wird.

Wir haben lieben Besuch von unseren Freunden Véronique und Pascal aus der Champagne, die uns die "Jahresration" unseres Lieblings-Champagners vorbei bringen. Mit unseren beiden Gästen haben wir mittags im Cygne gegessen.

Die Küche grüsst mit einer sehr schön harmonisch abgeschmeckten Kartoffelcremesuppe, in der sich ein paar Würfel Foie Gras versteckt haben:



Kalte Zucchini-Cremesuppe mit Curry, dazu getoastetes Brot mit getrockneten Tomaten, Kresse und Ruccola-Pesto für unsere beiden Gäste



Petit-Gris, das sind die richtig schönen kleinen elsässischen Schnecken, mit einem würzigen Bärlauch-Pesto auf Schniederspaedle und gebratenen Zwiebeln serviert für Gerhard




und für mich als Vorspeise Entenschlegel-"Croustillant" mit Gewürzen aus dem Maghreb, Lauch, Mesclun-Salat mit einer Erdnuss-Curry-Vinaigrette 



Anschliessend wählt Gerhard das Zanderfilet mit Meerrettichkruste, karamellisiertes Sauerkraut und Räucherspeckrahmsauce (ohne Foto)

und wir übrigen perfekt gebratenen Kabeljau, Artischocken-Varianten, marinierte Tomaten, Zitronenbutter-Sauce 



Die beiden Herren schaffen dann noch ein kleines Dessert: Erdbeer-Rhabarber-Tartelette:



Die Weinauswahl darf unser Freund treffen, er ist schliesslich der Fachmann. 

Pascal freut sich, als er auf der Karte einen Wein seiner Kollegen und Freunde Nathalie und Jacques Saumaize entdeckt, den wir dann auch bestellen:



Ich liebe Mâcon und war froh, einen Winzer, der zudem noch biologisch arbeitet, entdecken zu dürfen (am gleichen Abend ging noch eine Mail mit einer Bestellung an die Domaine Saumaize).

Mittwoch, 5. Juli 2017

Grillen: das saarländische Nationalgericht einmal anders: Schwenkbraten am Spiess



Der Schwenkbraten bzw. Schwenker ist eines der saarländischen Nationalgerichte. Ich habe es gewagt, dieses in abgewandelter Form auf den Tisch zu bringen. Alle Saarländer mögen es mir verzeihen. Monsieur, bekanntlich ein Ur-Saarländer, war - nach anfänglich heftigen Bedenken - äusserst angetan...



Zu diesem Grillspiess inspirierte mich (mal wieder - wie so oft) Petra ; da ich aber wusste, dass ich mit Petras Originalrezept nach thailändischer Art mit Erdnuss-Sauce bei Gerhard bestimmt nicht punkten konnte, liess ich mir diese saarländische Variante einfallen. Dafür habe ich die gleiche Würzmischung wie bei meinem Schwenkbraten-Rezept verwendet und das Fleisch bereits am Tag zuvor über Nacht marinieren lassen.




ich nehme (für 2 Personen):

  • ca. 450 g Schweinenacken, in Würfel von etwa 2 x 5 cm geschnitten
  • 2 grosse Zwiebeln

für die Marinade:

  • 2 - 4 Knoblauchzehen, geschält, klein gewürfelt, mit Salz bestreut und mit dem breiten Messerrücken zu einer Paste zerdrückt
  • Pfeffer, natürlich frisch gemahlen
  • 1 EL Paprikapulver, mild
  • 1 TL Nelkenpulver
  • 3 Wacholder-Beeren, zerdrückt
  • 1 Messerspitze Kreuzkümmel
  • 3 EL Öl (m: Olivenöl)

Am Vortag beginnen:

Alle Zutaten für die Marinade miteinander mischen und mit den Schweinefleischwürfeln mischen. Gut abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag das marinierte Fleisch Zimmertemperatur annehmen lassen, mit grobem Meersalz würzen. Eine Zwiebel halbieren, eine Hälfte als hintere Begrenzung auf den Spiess stecken. Die andere Zwiebel vierteln. Die Fleischstücke aus der Marinade nehmen (eventuelle restliche Marinade zum späteren Bestreichen aufheben) und abwechselnd mit jeweils einer Zwiebelscheibe auf den Drehspieß stecken und zum Schluss den Spiess mit der anderen Zwiebelhälfte abschliessend begrenzen (da der Spiess ziemlich dick ist, empfiehlt es sich, die Löcher in den Zwiebelscheiben vorzuschneiden, da diese sonst brechen).

Wir haben die Spiesse auf dem offenen Holzkohlengrill am Drehspiess ca. 45 min. gebraten. Danach war das Fleisch einfach nur genial: saftig, knusprig, würzig. Das wird es sicherlich noch öfter geben.



Sonntag, 2. Juli 2017

Das blitzschnelle Erdbeer-Tiramisu

Erdbeer-Tiramisu - schneller geht es nicht

Dass Monsieur eine Süssschnute ist, dürfte mittlerweile bekannt sein. Dass ich diese Leidenschaft nicht teile, ist auch bekannt. Daher muss es einfach und schnell gehen, wenn ich mal zum Abschluss eines schönen Essens auch ein Dessert für ihn zaubere. Er liebt Tiramisu - ich liebe Resteverwertung ... und hatte eine prima Idee für die Erdbeeren...

Bei Petra (klick hier) holte ich mir die Inspiration für eine blitzschnelle Creme, die ganz ohne rohe Eier auskommt und insofern auch für heisse Sommertage geeignet ist - nehmt einfach Eierlikör. Meiner war ein ganz besonders hochwertiger, intensiv schmeckender von der Stählemühle, der der Creme nochmals den zusätzlichen Kick gegeben hat




Die Mascarpone-Creme ist dank Eierlikör schnell zusammengerührt - Zucker braucht es da keinen, lediglich die Hardcore-Süssschnuten geben zusätzlich noch 3 - 4 EL Zucker od. sonstiges Süssmittel hinzu.






ich nehme (für 4 Personen):

250 g Mascarpone
150 g Sahnequark
140 ml Eierlikör
ca. 200 g hochwertige Kekse (moi: meine selbstgebackenen Schokoladen-Sablés)

500 g Erdbeeren
evtl. Zucker bzw. Akazienhonig

und los gehts:

Mascarpone und Quark mit dem Eierlikör glattrühren.

250 g Erdbeeren kleinschneiden und mit dem Mixstab pürieren. Die andere Hälfte der Erdbeeren vierteln und mit dem Erdbeer-Püree mischen. Wer meint, er braucht es süsser, evtl. noch Zucker, Honig etc. zugeben - 

Die Sablés zwischen den Fingern grob zerbröseln und nun ins Glas schichten: Eine Lage Mascarpone-Creme, eine Lage Erdbeeren und eine Lage Schokokekse, und das Ganze wiederholen.

Blitzschnell und köööstlich!





Samstag, 20. Mai 2017

nur ein einfaches, schnelles Gericht

Wir hatten kürzlich zum ersten mal das Restaurant Le Petit Stamm in Hatten besucht. Dort hat mir als Entrée "Sardines de Cantabrie" sehr gut gefallen und ich hatte mir sie bereits vorgemerkt als kleine Vorspeise zu unserem Oster-Menu. 



Im Petit Stamm wurden sie mit Butter und Toast serviert, mir hat allerdings auch meine Variante mit einem kleinen Salat sehr gut gefallen. Wichtig und unverzichtbar sind die hauchdünn geschnittenen Zitronenscheiben.

Die Beschaffung dieser speziellen kleinen Sardinen war nicht so ganz einfach, fündig geworden bin ich bei Maître Philippe, der auch schnell und zuverlässig nach Deutschland versendet.



Ansonsten ist die Zubereitung ganz unkompliziert, sie ergibt sich beim Anschauen des ersten Fotos von alleine.

Sonntag, 14. Mai 2017

Essen bei Léa Linster in Luxembourg

Restaurant Léa Linster, 17, route de Luxembourg, 5752 Frisange
Tel. +352 23 66 84 11
geschlossen: Montag und Dienstag, Samstag und Sonntag mittags und abends geöffnet, ansonsten von Mittwoch bis Sonntag ab 19:00 Uhr geöffnet




Auf der Rückfahrt unserer Normandie-Reise haben wir beschlossen, die Route über Belgien, Luxembourg und Saarbrücken zu nehmen. Luxembourg? Bei Luxembourg fällt mir Léa Linster ein! Ein Spontananruf im Restaurant - ja, Donnerstagabend können wir noch einen Tisch bekommen. Wunderbar, ich bin gespannt, ob Léa Linster, die ja sehr präsent in den Medien ist, auch persönlich in ihrem Restaurant anzutreffen ist und ob wir sie auch persönlich kennenlernen können.

Um es gleich vorweg zu sagen: Sie ist anwesend und sie ist im persönlichen Kontakt noch viel netter und charmanter, als sie im Fernsehen rüber kommt. Ich bin begeistert und muss nun, seht es mir nach, von dieser Frau ein wenig schwärmen. Da ist zunächst einmal dieses ganz besondere Lachen, das einen sofort für sie einnimmt, gepaart mit einer unglaublichen Herzlichkeit. Sie hat eine herrlich unkomplizierte Art, man fühlt sich in ihrer Gegenwart sofort wohl und es macht einfach nur Spass, mit ihr zu plaudern. 

Ihre ganz besondere Art überträgt sich sicherlich auch auf den Service, denn den ganzen Abend über wurden wir aufmerksam, zuvorkommend und vor allem völlig entspannt begleitet.

So, nun komme ich aber auf endlich auf das Essen zu sprechen:

Die Küche grüsst mit:


Lachstatar, Wachtelei (in grün gekleidet)

und weiterhin mit:


kleinem Erbsensüppchen und - interessante Variante - einer mit Minze gewürzten Sahnenocke, die tiefgekühlt in die Suppe gegeben wurde und dort langsam schmelzend ihr feines Aroma in die heisse Suppe abgibt

Für Gerhard geht es à la carte weiter mit:


Tarte Fine mit Zwiebelconfit, fein geschnittenen Totentrompeten und frittierter Petersilie


und anschliessend perfekt gebratenes Rinderfilet mit einer Rotwein-Reduktion, Shiitake, Fave und Herzogin-Kartoffeln

ich hatte im Rahmen meines Menus:


Hummersalat mit Hummerterrine und wunderbar saftig gegartem Hummerfleisch


confierter Lachs, Sauce Mousseline, Fenchelsalat 
Das war für mich das Highlight des Menus, der Lachs mit wunderbar buttrigem Schmelz, dazu die sanfte Sauce Mousseline und der fein abgeschmeckte Fenchelsalat


Als Hauptgang kommt:

Kalbsfilet mit seinem Jus, Spargel, Herzogin-Kartoffeln

Als Pré-Dessert folgt dann:


Léa Linsters berühmte Crème brûlée

Sowie das eigentliche Dessert: 



Erdbeeren, Erdbeermousse, Erdbeersorbet, Meringue

Gerhard, der mein Dessert übernehmen durfte, war begeistert.
Natürlich werden zum Digestif auch die berühmten Madeleines serviert (für ein Foto war die Fotografin mal wieder nicht schnell genug, schwups, waren sie schon in Monsieurs Mund verschwunden)

Wir lassen uns zum Essen vom Sommelier passende Weine glasweise servieren, so auch zum Hauptgang einen luxembourger Pinot Noir 2014 der Caves Ley-Schartz, der mir besonders gut gefallen hat


Ein herzliches Dankeschön an Léa Linster und ihre gesamte Equipe für diesen wundervollen Abend und ein ganz besonderes Dankeschön nochmals an Léa Linster für die köstlichen Frühstücksbrötchen, die am nächsten Morgen tatsächlich aufgebacken noch immer herrlich geschmeckt haben.









Samstag, 22. April 2017

Klassiker: Escalope de veau à la crème - Kalbsschnitzel in Sahnesauce

Escalope de veau à la crème - Kalbsschnitzel in Sahnesaue - ich präsentiere euch einen weiteren köstlichen Klassiker aus der französischen Bistroküche, den man auch häufig auf den Speisekarten der einfachen elsässischen Gasthäuser findet.



Hier bei mir nicht ganz klassisch, dafür aber mit den ganz speziellen i-Tüpfelchen zubereitet: zunächst einmal wende ich die Schnitzelchen ganz dünn vor dem Anbraten in Mehl, das gibt anschliessend auch der Sauce eine feine Bindung. Und die Sauce bekommt zum Abschmecken eine Messerspitze Dijon-Senf - das darf nicht herausschmecken, daher wirklich nur eine kleine Menge (und keiner darf dann beim anschliessenden Essen nur die leiseste Ahnung einer Senfsauce haben) und dann ein Schlückchen - wie könnte es anders bei mir sein - aber auch wirklich nur ein Schlückchen guter Cognac, voilà!
Und wer dann noch mag, gibt kurz vorm Servieren noch DAS elsässische i-Tüpfelchen darüber (klick hier).



ich nehme (für 4 Personen):

4 dünne Kalbsschnitzel
etwas Butterschmalz zum Braten
Salz, Pfeffer
Mehl
300 g Champignons, in dünne Scheiben geschnitten
1 - 2 EL Butter
150 ml Sahne
1 - 2 EL demi-glace vom Kalb (wer hat, ansonsten einfach weglassen)
1 guter Schluck Cognac
1/2 TL Dijon-Senf

und zusätzlich, wer mag: DAS elsässische i-Tüpfelchen


und los gehts:

Die Kalbsschnitzel pfeffern und salzen, von beiden Seiten leicht in Mehl wenden, überschüssiges Mehl abklopfen. In einer guten Pfanne (am besten gusseisern) im Butterschmalz von beiden Seiten jeweils 1 - 2 Minuten anbraten, herausnehmen und warmstellen.

In der gleichen Pfanne anschliessend die Champignons bei grosser Hitze anbraten, eventuell ist es notwendig, zusätzlich nochmals Butterschmalz zuzugeben, dabei salzen und pfeffern. Ständig wenden. Es sollte so lange bei starker Hitze gebraten werden, bis die Flüssigkeit der Champignons verdampft ist. Anschliessend einen EL Butter dazu. Sahne und evtl. demi-glace angiessen, den Cognac und den Senf zugeben, sämig einkochen lassen. Im letzten Moment kurz vorm Servieren die Schnitzel einschliesslich der sich evtl. gebildeten Bratflüssigkeit zugeben, abschmecken, nochmals in der Sauce heiss werden lassen, aber nicht mehr kochen.

Wir haben dazu Pommes frites aus unserer Actifry und Karotten-Zuckerschoten-Gemüse gegessen.






Montag, 17. April 2017

La Merise, Laubach - eine beeindruckende Harmonie

Restaurant La Merise, 7, rue d’Eschbach, 67580 LAUBACH – Alsace
Tél : 03 88 90 02 61, Ruhetage: Dienstag und Mittwoch

Christelle und Cédric Deckert haben letztes Jahr im Oktober ihr Restaurant in Laubach eröffnet. 
Bereits die Ankunft ist beeindruckend: der weite Blick in die Natur, Wiesen, ein blumengeschmückter Eingang und dann beim Betreten des Restaurants nochmals durch die grossen Scheiben im Innenraum des Restaurants der Blick in das weite Grün der Nordvogesen.



Die gedeckten Tische passen sich diesem harmonischen Gesamteindruck an - Ton in Ton - geschmackvoll bis ins kleinste Detail. Das Geschirr, wie könnte es anders sein, gefällt mir ausgesprochen gut, ist es doch das Gleiche, das sich auch bei uns zu Hause findet: Hémisphère - auch hier wird exakt mein Geschmack getroffen.

Die Küche grüsst mit zwei Löffeln, einmal Wachtelei mit frisch geriebenem Muskat - noch nie habe ich die Aromen eines Wachteleis so intensiv wahrgenommen - und der zweite Löffel Escabeche mit Anchovis - der Auftakt ist vielversprechend.




Monsieur und ich wählen als Vorspeise 



ŒUF PARFAIT
L’Œuf de Poule « Parfait », Asperges Blanches,
Champignons et Emulsion au Beurre Noisette 

DAS PERFEKTE EI - wer wird da nicht neugierig? Wie schmeckt das perfekt Ei? So! Genauso! So schmeckt das perfekt Ei! Serviert mit weissen Spargelspitzen, in einer Emulsion von Nussbutter und Pilzen, beim Zerteilen des Ei verschmischt sich das cremige Eigelb mit der Nussbutter-Emulsion, soll ich noch mehr erzählen?

Yannick probiert
Terrine de Foie Gras d’Oie à l’Ancienne,
Chutney de Fruits Exotiques et Confiture d’Oignons, dazu ein Glas Gewürztraminer

und Caro ist begeistert von
Cappuccino de Pommes de Terre et Truffes « Clin d’œil à Jean-Georges Klein 

Zum Hauptgericht wählen Monsieur und ich
RAIE
Aile de Raie au Wasabi et Gingembre Confit, Beurre Mousseux au Kaffir



Gerade im fast allerletzten Moment habe ich mich noch besonnen und ein Foto hinbekommen, beinahe wäre es zu spät gewesen und ich hätte euch diese köstlichen Rochenflügel mit Wasabi und Ingwer Confit und einem Schaum aus Kaffir-Limetten nicht mehr zeigen können, dann hätte sich kein einziges Körnchen des köstlichen Graupenrisottos mehr auf dem Teller befunden. 

Yannick ist ebenso begeistert von Kalbsbries
Noix de Ris de Veau au Foin, Petits Pois et Carottes à la Sarriette, Jus Réduit au Porto

wie Caro mit ihrem Kabeljau
Dos de Cabillaud, Mousseline de Pommes de Terre et Olives Noires,
Rhubarbe Rouge et Huile à la Verveine

Zum Dessert wählt Monsieur ein Sorbet, das grosszügig mit Marc de Gewurztraminer begossen wird und Yannick schwelgt in Schokolade (die er heftig gegen die restlichen Damen und Herren am Tisch verteidigen muss)



Wir haben eine für uns vier passende Weissweinbegleitung: Sancerre Domaine Vacheron 2015, den ich früher schon gerne getrunken habe, der aber aus unerklärlichen Gründen bei mir in Vergessenheit geraten war - was sich ab jetzt wieder ändern wird...

Fazit: Ihr ahnt es schon.... ICH MUSS DA WIEDER HIN! Wir waren begeistert, Ambiente, Service, Küche - Harmonisch! Perfekt!

Frühlingskräuter-Butter

Meine liebste Jahreszeit! Endlich ist Frühling! Sobald die ersten frischen, zarten und in saftigem Grün spriessenden Kräuter in meinem Garten auftauchen, muss ich eine Frühlingskräuter-Butter haben. 

Dabei ist erlaubt was gefällt. Wozu mögt ihr sie verwenden? Vielleicht zum ersten Grillen? Sie passt wunderbar zu gegrilltem Fisch, Fleisch oder Geflügel. Oder zum Apéritif zu einem knusprigen Stück Baguette. Auch gegrillte rote Paprika mit dieser Butter schmeckt grandios. Wie wäre es mit gebratenem grünen Spargel und kurz vorm Servieren ein wenig dieser Frühlingskräuterbutter darauf schmelzen lassen?


Die Verwendung welcher Kräuter richtet sich nach euren persönlichen Vorlieben bzw. dem, was sich im heimischen Garten findet. Bei mir waren das diesmal glatte Petersilie, Sauerampfer, Schnittlauch, Bärlauch (und zugekaufter Dill, weil Monsieur diesen so liebt)

Nun macht es euch einfach und kauft gute Salzbutter, nehmt frisch geriebene Schale einer halben Zitrone sowie deren Saft, etwas frisch gemahlenen weissen Pfeffer, etwas Piment d'Espelette et voilà - das ist eure Frühlingskräuter-Butter.



Ich mache gleich eine grössere Portion und friere sie in kleine Röschen gespritzt ein, dann sind sie bei Bedarf ruckzuck aufgetaut.



Sonntag, 9. April 2017

Restaurant le Petit Stamm, Hatten

Restaurant le Petit Stamm, 9 rue de Buhl, 67690 Hatten, Tel. 03 88 73 74 72
Ruhetag: Montag


Vor fast einem Jahr haben Karine Hampele und Eytan Chettrit das alteingesessene Restaurant wieder zu neuem Leben erweckt. Ca. 50 Plätze gibt es im modern eingerichteten Petit Stamm - für grössere Veranstaltungen/Gesellschaften (bis zu 130 Gästen) steht nebenan der traditionell elsässisch eingerichtete Stammtisch zur Verfügung.


Die angenehm übersichtlich gehaltene Speisekarte wird ergänzt durch die Tagesempfehlungen, die uns gleich zu Beginn durch Eytan Chettrit erläutert werden. Wir entscheiden uns für die Sardinen - eine gute Wahl - wie sich dann zeigt - denn hier merkt man direkt, dass auf Qualität geachtet wird: spezielle kleine Sardinen aus Katabrien, anders als die sonst üblichen grossen Ölsardinen, werden sie auf einer Schieferplatte serviert, dazu - für mich das i-Tüpfelchen - hauchdünne Scheiben Zitrone, Butter, Fleur de Sel, geröstetes Landbrot.



eine wunderbare Vorspeise, die es demnächst bei uns als als Einstieg in ein kleines Menu geben wird - ich muss nur noch diese Sardinen von Ramon Peña auftreiben... 

Anschliessend teilen Monsieur und ich uns eine weitere Vorspeise: Duo von Elsässischen Spargeln, Morchelsauce und pochiertes Ei


Nicht ganz so überzeugt hat uns das Cordon Bleu - sehr schön angerichtet mit knusprigen hausgemachten Pommes frites und Gemüsen - doch irgendwie hat es das Foto nicht geschafft, in diesen Beitrag zu kommen und ausserdem gibt es für unseren nächsten Besuch noch genügend Auswahl auf der Speisekarte.

Dann passt heute noch ein Dessert: Tiramisu von Erdbeeren:


und Erdbeeren mit Vanilleeis und Sahne:


Unser Menu begleitet ein sehr fair kalkulierter Macon blanc von Bouchard.
Danach Espresso und Digestif wie immer. 

Und wer mich kennt, weiss was das jetzt bedeutet: Ich muss da wieder hin!
Unbedingte Empfehlung!!!